Die Poolbefüllung – bald kanns mit dem Badespaß losgehen

Zunächst: Reinigung und Check auf Schäden

Bevor Sie Ihr Schwimmbecken mit Wasser befüllen können, müssen zuvor einige Schritte erledigt werden, wie das Entfernen der Poolabdeckung, das Ablassen des Poolwassers aus dem Vorjahr, eine gründliche Reinigung sowie die Überprüfung der Funktion von Poolpumpe und Co. Zudem muss der Zustand der Kacheln oder der Pool-Innenhülle kontrolliert werden, um ein Austreten von Wasser zu verhindern. In diesem Beitrag finden Sie genauere Informationen, was Sie bei dem Auswintern des Pools beachten sollten, damit dem Badespaß in der folgenden Saison nichts mehr im Wege steht.

Möglichkeiten zum Befüllen des Pools

Für private Schwimmbäder im Garten, Aufstellpools oder eingelassene Stahlwandbecken, wird in der Regel Füllwasser aus dem Wasserversorgungsnetz genutzt – also Leitungswasser. Aufgrund des einfachen Zugangs kann das Wasser einfach über den Gartenschlauch in den Pool befördert werden. Je nach Poolgröße kann dies allerdings durchaus zwei Tage dauern.

Eine schnellere Methode ist die Poolbefüllung mittels Standrohr – mit diesem können Sie das Wasser selbst an der Straße anzapfen. Wenden Sie sich einfach an Ihr zuständiges Wasserwerk. Dort können Sie sich ein Standrohr mit Wasserzähler gegen eine Gebühr ausleihen. Zwar müssen Sie mit dieser Methode keine Abwassergebühren bezahlen, jedoch lohnen sich die Mehrkosten sowie der zusätzliche Aufwand in der Regel nur beim Befüllen von großen Schwimmbädern.

Einige Poolbesitzer kontaktieren die Feuerwehr, um sich bei der Poolbefüllung helfen zu lassen. Das gehört allerdings nicht zum Aufgabenbereich der örtlichen Wache, weshalb Sie sich für ein Standrohr an das Wasserwerk wenden sollten. Zudem haben die Standrohre der Feuerwehr keinen Wasserzähler, weswegen eine Abrechnung nicht möglich ist.

Die Kosten einer Erstbefüllung mit Leitungswasser

Wer einen Pool besitzt, möchte gerne den Überblick über die Kosten behalten. Mit einer unkomplizierten Rechnung ist die Kostenkalkulation für eine Poolbefüllung ganz einfach:

  • Ein Kubikmeter Wasser entspricht 1000 Litern
  • 1000 Liter Wasser kosten je nach Region rund 4 Euro (etwa 1,70 Euro für das Frischwasser plus 2,30 Euro für die Abwasserkosten)
  • Wasserverbrauch auf das Poolvolumen in Kubikmetern oder Litern hochrechnen

 

Wenn Sie Ihr Poolvolumen nicht kennen, so können Sie dieses ausrechnen oder überschlagen. Bei einem rechteckigen Pool ist es einfach: Hier multiplizieren Sie die Füllhöhe mit der Breite und Länge des Beckens. Bei ovalen oder anders geformten Bädern nehmen Sie sich die Volumenformel von Kugel oder Ellipsoid zur Hilfe, um sich dem realen Volumen anzunähern – oder Sie messen es mit einem Zähler bei der Befüllung.

Tipp: Füllen Sie den Pool nicht bis zur Oberkante, sodass beim Schwimmen nicht zu viel Wasser über den Rand spritzt oder verloren geht. Dennoch sollten Sie laufende Kosten für das Nachfüllen aufgrund von Betrieb und Verdunstung einplanen.

 

Pool befüllen – mit Brunnenwasser Geld sparen?

Einige Poolbesitzer denken über eine Befüllung mit Brunnenwasser nach oder nutzen dieses bereits – denn wer auf seinem Grundstück über einen Brunnen verfügt, dem erscheint dieser als kostengünstige Wasserquelle. Bei der Verwendung von Füllwasser aus dem Brunnen müssen allerdings einige Dinge beachtet werden.

Zum einen kann Brunnenwasser mit Bakterien belastet sein. Je nach Tiefe des Brunnens und der Nähe zu gedüngten Feldern kann dieses Problem stärker ausgeprägt sein oder nicht auftreten. Chlor kann diese Keime zwar abtöten, eine regelmäßige Prüfung des Brunnenwasser ist allerdings in jedem Fall sinnvoll – ein Chlordosierer sollte natürlich auch in einem mit Leitungswasser befüllten Pool aufgrund des Algenrisikos genutzt werden.

Zum anderen kann Brunnenwasser mit anderen Stoffen belastet sein, die im Pool nicht erwünscht sind. Teils treten hohe Konzentrationen von Eisenoxid, Nitrat, Phosphor, Mangan oder Ammonium auf oder es besteht ein erhöhter Calcium- und Magnesiumgehalt.

Schnelltest auf Eisen: Füllen Sie einen Eimer mit dem Brunnenwasser und chloren Sie es anschließend. Bei einer Braunverfärbung sprich dies für Eisen im Brunnenwasser.

 

Eisenhaltiges Brunnenwasser kann trotzdem für die Poolbefüllung genutzt werden: Entweder das Eisen wird mit einer Schockchlorung aus dem Wasser ausgefällt und die Ablagerungen mit einer Sandfilteranlage ausgefiltert oder es werden spezielle Reinigungskartuschen zur Aufbereitung des Wassers genutzt. Ob sich die aufwändige Aufbereitung und die Mehrkosten für Kartuschen in Verbindung mit dem günstigen Brunnenwasser im Endeffekt finanziell auszahlen, ist eine andere Frage.

Es empfiehlt sich, folgende Grenzwerte für Füllwasser aus dem Brunnen einzuhalten:

  • Eisen: max. 0,1 mg/l
  • Nitrat: 50 mg/l
  • Phosphor: 0,01 mg/l
  • Mangan: max. 0,05 mg/l
  • Kupfer: max. 0,2 mg/l

 

Sollte sich Ihr Poolwasser dennoch grün verfärben, so kann Ihnen dieser Blogbeitrag helfen, das Wasser wieder klar zu bekommen.

Nachdem das Wasser im Pool ist, sollten Sie den Chlorgehalt und den pH-Wert auf die richtigen Werte einstellen – ein Wasser-Testgerät ist für diese Zwecke unumgänglich. Danach kann der Regelbetrieb beginnen. Mit dem richtigen Zubehör für die Poolpflege  halten Sie das Becken sowie das Wasser sauber. Wem das Wasser nach dem Einfüllen zu kalt ist, kann mit einem Solarabsorber nachhelfen.