Anleitung: Poolinhalt berechnen

Wie viel Wasser der eigene Pool fasst, ist für jeden Schwimmbadbesitzer eine wichtige Frage: Denn mit der Angabe lässt sich nicht nur schnell einschätzen, welche Kosten für eine Füllung entstehen, sondern auch, welche Chlor- und Chemikalienmengen für die optimale Schwimmbadpflege benötigt werden. Zudem sollte die Filterpumpe sich nach dem Fassungsvermögen richten, um eine ausreichende Umwälzung für sauberes Wasser zu ermöglichen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie den Poolinhalt auch ohne hohe mathematische Fähigkeiten einfach berechnen – egal, ob fürs runde Planschbecken, das rechteckige Schwimmbad oder den ovalen Stahlwandpool.

Grundlagen bei der Poolbefüllung

Der Beckeninhalt ist bei einigen Fertigpools bereits angegeben. Wenn das Volumen nicht bekannt ist, ist dies allerdings auch kein Problem. Um es zu berechnen, sollten Sie sich folgender grundlegender Dinge bewusst sein:

  • Ein Quadratmeter ist eine Fläche von 1 x 1 Meter (Quadrat)
  • Ein Kubikmeter ist ein Volumen von 1 x 1 x 1 Meter (Würfel)
  • Ein Kubikmeter entspricht 1000 Litern

Anhand des Fassungsvermögens in Kubikmetern oder Litern Ihres Schwimmbads lassen sich die Kosten für eine Füllung mit Frischwasser im Handumdrehen überschlagen: 1000 Liter Wasser kosten je nach Region rund 4 Euro, von denen etwa 1,70 für das Frischwasser gezahlt werden und 2,30 Euro für die Abwasserkosten entstehen. In diesem Beitrag lernen Sie einige weitere nützliche Tipps zur Poolbefüllung kennen – beispielsweise kann Brunnenwasser eine kostengünstigere Alternative zu Leitungswasser bieten oder ein geliehenes Standrohr vom Wasserwerk für einen schnelleren Füllvorgang als mit dem Gartenschlauch genutzt werden.

Für die Kalkulation des Poolinhalts benötigen Sie bei den meisten Schwimmbadformen nur die Länge, Breite und die Höhe, die hier der Wassertiefe entspricht. Die genauen Zahlen über die Schwimmbaddimensionen können Sie in der Regel der Produktbeschreibung entnehmen oder Sie messen mit einem Metermaß selbst nach.

Poolinhalt bei rechteckigen Schwimmbädern

Bei der klassischen, rechteckigen Form gestaltet sich die Rechnung des Fassungsvermögen einfach: Es verfügt über eine Länge, Breite und Höhe, die miteinander multipliziert einen Quader ergeben, der dem Beckeninhalt entspricht.

Länge x Breite x Füllhöhe = Volumen

Fassungsvermögen eines runden Pools

In vielen Gärten finden sich runde Planschbecken und Aufstellpools. Für das Volumen ist hier zunächst die Grundfläche wichtig, die mit Hilfe der Kreiszahl Pi berechnet wird – multipliziert mit der Füllhöhe ergibt sich ein Zylinder.

Für die Fläche eines Kreises gilt:

π x Radius2 = Flächeninhalt

Da bei den Größenangaben der Pools meist der Durchmesser statt dem Radius angegeben ist, kann man die Formel umstellen:

π/4 x Durchmesser2 = Flächeninhalt

Vereinfacht ergibt sich daraus für runde Schwimmbecken:

Durchmesser x Durchmesser x Füllhöhe x 0.79 = Volumen

Volumen von einem ovalen Schwimmbecken

Neben runden und eckigen Pools gehören ovale Becken zu einer weiteren beliebten Form, die sich in vielen deutschen Gärten finden lässt. Statt die Formeln für Ellipse oder den ovalen Zylinder nachzuschlagen, lässt sich für die Füllvolumenkalkulation auch einfach ein Faktor nutzen, um den Inhalt zu berechnen.

Längste Seite x größte Breite x Füllhöhe x 0.89 = Volumen

Inhalt von einem Schwimmbad in Achtform

Das gleiche Prinzip funktioniert beim Achtformbecken: Statt die zwei sich überschneiden Kreisgrundflächen kompliziert zu berechnen, wird einfach der Faktor 0.85 genutzt, um sich dem tatsächlichen Volumen anzunähern.

Längste Seite x größte Breite x Füllhöhe x 0.85 = Volumen

Hinweis: Das Volumen ergibt sich immer in der Einheit Kubikmeter, wenn für die anderen Dimensionen die Metermaße genutzt wurden. Um das Ergebnis anschließend zu Litern zu wandeln, einfach den Wert mit 1000 multiplizieren.

Besondere Formen, Einlässe, Aussparungen und Treppen

Diese vier genannten Formen decken einen Großteil der Schwimmbäder ab. Poolbesitzer, die das Fassungsvermögen möglichst genau berechnen wollen oder einen Pool mit einer weniger gebräuchlichen Form besitzen, müssen zusätzlich einige weitere Dinge beachten:

  • Um die Berechnung von komplizierten geometrischen Formen einfach zu halten, lässt sich das Schwimmbecken meist in kleinere Teile zerlegen, die den Grundformen entsprechen – eine Skizze ist hier hilfreich und ermöglicht eine genaue Annäherung zum realen Wert.
  • Vergessen Sie nicht Einlässe oder Aussparungen im Pool: Zum Beispiel kann eine ausläufige Treppe mit Sitzgelegenheit einiges an Füllwasser benötigen. Einlässe, die in das Becken hineinragen, werden vom Gesamtvolumen abgezogen, Aussparungen werden hinzuaddiert.
  • Bei den vorherigen Berechnungen wurde von einer konstanten Tiefe der Becken ausgegangen, die im privaten Bereich die Regel ist. Variiert die Schwimmbeckentiefe, so vereinfacht eine Zerlegung in kleinere Teilbereiche oder die Ermittlung der Durchschnittstiefe die Rechnung.
  • Abgerundete Ecken, wie bei vielen Fertigkonstruktionen, verringern das Gesamtvolumen minimal.

Poolinhalt mit Wasserzähler messen

Statt das Fassungsvermögen vom eigenen Pool zu berechnen, gibt es nach der Füllung eine einfache Alternative zur Ermittlung ohne jegliche Formel – mit Hilfe des Wasserzählers. Wird das Becken über den Gartenschlauch gefüllt, so lässt sich der Wert einfach am Zählerstand im Haus ablesen, bei einer Füllung mittels Standrohr an diesem selbst.

Unabhängig davon, ob der Poolinhalt berechnet oder gemessen wurde: Er bietet Schwimmbadbesitzern eine wichtige Grundlage für die genaue Planung der Betriebskosten sowie der Dosierung von Chlor und Co. Neben der Erstbefüllung des Pools geht zudem einiges an Füllmenge während der Badesaison verloren – auch aufgrund von Verdunstung, weswegen eine isolierende Poolabdeckung in jedem Fall eine gute Investition ist. Sehen Sie sich in unserem Pool Shop gerne um!